1. Tina K.

    Daunenfedern – noch lebend gerupft oder schon Zertifiziert?!

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    Gänsedaunen werden mittlerweile nicht nur in der Outdoor Branche für Jacken, Schlafsäcke oder im Bettdeckenbereich verwendet, sondern zeigen sich immer mehr bei modischen leichten Jacken die man für wenig Geld an jeder Ecke erhält. Bei unserem letzten AG Treffen der Grünen Renate setzten wir uns mit diesem Thema auseinander und fanden eine Vielzahl an Zertifizierungen und Richtlinien. Unser Interesse entstand, da in der letzten Zeit immer mehr Skandale zum Thema „Blutfedern“ aufgedeckt wurden (http://www.peta.de/daunen). Ein paar Infos zu Daunenfedern: – Gänsedaunen besitzen keinen Kiel und aus dem Kern wachsen seidenweiche Daunenbeinchen mit feinen Verästelungen. – Gänsedaunen sind leichter als andere Federtypen und besitzen eine hohe Elastizität sowie Wärmedämmung   Um dieses Wunderwerk zu gewinnen werden unterschiedliche Methoden genutzt: – „bäuerliche Lebendrupf“ –> dabei Mausern die Gänse, dass bedeutet das alte Gefieder wird abgestoßen und kann ausgestrichen werden –„industrieller Lebendrupf“ –> auf den Mauserfortschritt wird keine Rücksicht genommen, die Tiere werden 4-7mal in ihrem Leben in Akkordarbeit gerupft. Meißtens werden die Tiere in Kombination mit Massthaltung unter katastrophalen Bedingungen gehalten. – Schlachtrupf –> die Gänse werden nach der Schlachtung maschinell gerupft Problem ist, dass es trotz rechtlicher Bestimmungen derzeit kein effektiver Schutz gegen das illegale maschinelle Daunenrupfen sowie der industriellen Stopflebererzeugung gibt. Viele geben zwar an, dass sie nur Daunen verarbeiten die beim Mausern gewonnen wurden, industriell ist dies jedoch nicht realistisch umsetzbar. Zudem ist die gesamte Lieferkette für den Endverbraucher nicht ersichtlich da es an angemessener Etikettierung fehlt. Aus diesem Grund beschäftigten wir uns mit dem „Traceable Down“ Standard von...