1. Sophie

    Tropfen auf den heißen Stein- oder haben die Großen es endlich kapiert?

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    Tropfen auf den heißen Stein- oder haben die Großen es endlich kapiert? Ein Fazit zur Detox-Kampagne von Greenpeace https://www.greenpeace.de/kampagnen/detox Greenpeace fordert in der Detox-Kampagne (2011) von Modeunternehmen einen „zero-discharge“ im Gebrauch von giftigen Chemikalien. Ganze 90% unserer Kleidung werden in Asien, darunter vor allem China, Bangladesch und Indien produziert. Jedermann weiß inzwischen, dass die Fürsorge um Arbeitspersonal und Umwelt dort weit hinter Profitgier und überknappen Produktionsplänen verschwindet. Doch was genau haben Greenpeace‘ Gerechte-Welt-Aktivisten nun eigentlich mit Fashion zu tun? Ursprünglich beschäftigte sich die Detox-Kampagne mit dem Problem der weltweiten Wasserverschmutzung. In China beispielsweise haben allein 320 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schnell finden die Experten den größten Übeltäter der Verschmutzungparty: die expandierende Textilindustrie. Jährlich werden rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert, davon rund 260 Millionen in Asien. Jeder Deutsche kauft durchschnittlich 60 neue Teile im Jahr, wovon nur wenig mehr als die Hälfte regelmäßig getragen wird. Die Chemie, die für Färben, Waschen und Imprägnieren eingesetzt wird, wird oft ungefiltert in die Flüsse abgelassen. Nicht umsonst wird gesagt, dass man die Farbe der Saison an der Färbung von Chinas Flüssen erkennen kann. Die Umweltaktivisten und Chemieexperten von Greenpeace forschten zwei lange Jahre und veröffentlichten einen Report mit sämtlichen schädlichen Chemikalien, die sie im Abwasser der Textilfabriken in China testen konnten. Das Ergebnis war erschreckend (lies mehr unter: http://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/20121119-Studie-Giftige-Garne.pdf).   Greenpeace dachte sich folgende Taktik aus: größtmöglichen Druck auf die Großen der Branche ausüben und mit Aktionen und Öffentlichkeit hohen Reputationsschaden anrichten, worauf große Brands wie Nike oder H&M sehr empfindsam...
  2. Sophie

    „Weinen bildet nicht“- Ein Gedankengang von grüner Nischenmode bis Konsumschizophrenie

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    Wenn wir von nachhaltiger Mode sprechen, bedienen wir uns eines Begriffs, der ursprünglich aus der Forstwirtschaft kommt. Das Prinzip der Nachhaltigkeit (vom Verb nachhalten = lange andauern) wurde 1713 geprägt und bedeutet, dass nie mehr Bäume gefällt werden dürfen, als nachwachsen können. Im Allgemeinen also ein Handlungsprinzip, bei dem die Stabilität des jeweiligen Systems durch schonende Ressourcennutzung und natürliche Regenerationsfähigkeit gewährleistet werden soll. Soweit so gut. Die heutige Realität ist jedoch das Gegenteil mit dem Motto „take-make-waste“. Besonders die Textilindustrie agiert nach diesem Prinzip: durch ständiges Lohn-dumping werden Arbeitskräfte ausgebeutet, textile Rohstoffe werden knapper. Der Grund dafür: Baumwollanbau benötigt Unmengen an Wasser und erfordert einen hohen Pestizideinsatz, ebenso wie Chemiefasern, die auf der endlichen Ressource Erdöl basieren, und der extreme Chemieeinsatz für Färbe- und Veredelungsvorgänge belastet Mensch und Umwelt schonungslos. Aber Mode macht Spaß, ist Statussymbol und macht begehrlich. Doch wie können wir weiter Begehrlichkeit shoppen und gleichzeitig mit gutem Gewissen von Nachhaltigkeit reden? Die neuen Herausforderungen der Textilindustrie sind zukunftsweisende Konzepte, in welchen ökologische sowie ökonomische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Denn so attraktiv öko-fair auch ist, müssen innovative Labels doch rentabel wirtschaften. Niemand will in Schönheit sterben… In anderen Industriezweigen tut sich in puncto Standards schon mehr: 2009 wurden europaweit Grenzwerte der Pkw CO₂-Emission für Automobilhersteller festgelegt. Das verdient noch keinen Umweltorden, trotzdem zeigt es wie wirksam die Gesetzgebung eingreifen kann. Einen guten Impuls hierzu gab Entwicklungshilfeminister Gerd Müller: durch ein Textilsiegel sollten deutsche Textilunternehmen zu höheren Öko- und Sozialstandards verpflichtet werden. Verbände und Unternehmen arbeiteten munter mit an...
  3. Sophie

    Frische Ware = Feinste Sahne!

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    „Nachhaltigkeit bedeutet für uns, dass Kleidung nicht nach 6 Monaten unmodern sein sollte. Wir streben einen hohen Grad an Zeitlosigkeit in unseren Styles an. Aus diesem Grund ist die FORMAT-Kollektion teilweise saisonunabhängig.”   Finden wir eine tolle Interpretation von Nachhaltigkeit, außerdem sehr, sehr, sehr nette Menschen. Aus diesem Grund sind wir stolz darauf, ausgewählte Styles der Berliner Designschmiede FORMAT ab heute in unserem Shop anbieten zu dürfen. Reinschauen lohnt sich! Was sonst noch so alles hinter FORMAT steckt, findet ihr, wenn ihr dem Link folgt.   Schon gespannt, was wir euch nächste Woche Neues liefern?   Sonnige Grüße, Euer EARTHBACK-Team http://www.earthback.com/format-favourites/
  4. Sophie

    Green Forum am Bodensee

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    Greenies aufgepasst!!! Am Bodensee tut sich wieder was- GRENN FORUM auf schloss Wartegg mit Vorträgen und Workshops Nachhaltiges Wirtschaften- Labels und Siegel- Markt und Kommunikation NICHT VERPASSEN- MELDET EUCH AN: http://www.itfits.de/forum2014_programm.html http://www.itfits.de/download/programmflyer4download_11.pdf
  5. Sophie

    Rana Plaza News- was passiert ein Jahr danach?

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    (sorry für die Bildquali..) Rana Plaza News: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/rana-plaza-jahrestag-hilfsfonds Näherinnen warten ein Jahr nach dem Unglück immernoch auf Entschädigung. Erstmals sollen die Opfer nicht nach einem willkürlichen Verfahren, wie bei früheren Katastrophen in Entwicklungsländern, sondern nach strengen Regeln entschädigt werden. Aufgestellt wurden sie unter dem Dach der ILO (International Labor Organisation). „Die meisten Unternehmen wollen es am Liebsten bei Gabe und Spende belassen.“ Hinter der Hand argumentierten viele Firmen, eine Einzahlung in den Fonds komme einem Schuldeingeständnis gleich. Doch dieses Argument ist nicht schlüssig. Der Fonds steht nicht nur offen für die Firmen, die in Rana Plaza produzieren ließen. Jeder kann einzahlen. „Der Fonds ist eindeutig so konzipiert, dass die Unternehmen sich nicht schuldig bekennen, wenn sie sich beteiligen“, sagt die Aktivistin Zeldenrust. Die vielen Einzelspenden, mit denen sich Unternehmen wie KiK nun aus der Affäre ziehen, seien sogar ein zusätzliches Problem, weil einige Opfer nun willkürlich entschädigt würden. Manche der Näherinnen bekämen deshalb Geld, andere nicht. „Die Unternehmen verhalten sich schlicht strategisch“. Diese Ausschnitte aus dem Artikel verraten schon viel, wie es um die Macht der großen Textilkonzerne steht. Und doch bringt der enorme Medienrummel und die Aufmerksamkeit von uns allen etwas- lets help to improve things! Ahoi, eure Sophie